Achtung: Warum XRP jetzt nochmal auf 0,50 Dollar fallen kann
Der erste Monat des neuen Jahres ist so gut wie um und hat für den Kryptomarkt nicht wirklich eine Besserung mit sich gebracht. Bitcoin hatte mehrere Ausbrüche über die 90.000 Dollar Marke, die aber alle wieder abverkauft wurden. Auch XRP hatte einen extrem starken Start mit einem Plus von über 20 %, der ebenfalls wieder abverkauft wurde. Vom Hoch von 2,40 Dollar ist der Kurs inzwischen wieder deutlich unter die 2 Dollar Marke gefallen. Und nun könnte es noch ein letztes Mal weiter bergab gehen. Im schlimmsten Fall sogar viel weiter.
Unsicherheit vor Fed-Entscheid und möglichem Regierungsstillstand
Für die Finanzmärkte und vor allem für Kryptowährungen steht eine heikle Woche bevor. Im Mittelpunkt steht der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank. Auch wenn kaum jemand mit einer Veränderung des Leitzinses rechnet, zeigen frühere Sitzungen, dass bereits kleine Andeutungen in den Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell ausreichen können, um starke Kursbewegungen auszulösen. Entsprechend vorsichtig agieren viele Marktteilnehmer im Vorfeld, was sich häufig in leicht nachgebenden Kursen widerspiegelt.
Zusätzlich sorgt die politische Lage in den USA für neue Nervosität. Ein weiterer möglicher Stillstand der US-Regierung rückt näher, nachdem erst im vergangenen Herbst ein Shutdown die Märkte wochenlang belastet hatte. Damals gerieten auch Kryptowährungen deutlich unter Druck.
Sollte es erneut zu einem Haushaltsstreit kommen, könnte dies die ohnehin fragile Stimmung weiter verschlechtern. Ein erneuter Rücksetzer von Bitcoin in Richtung 80.000 Dollar wäre in diesem Umfeld keine Überraschung, mit entsprechenden Folgen für den gesamten Markt und insbesondere für XRP.
Technisches Bild bleibt angeschlagen
Auch aus Sicht der Chartanalyse präsentiert sich XRP aktuell alles andere als stabil. Der Kurs bewegt sich weiterhin unterhalb wichtiger gleitender Durchschnitte, darunter die 50-, 100- und 200-Tage-Linien. Das ist ein klassisches Zeichen für einen intakten Abwärtstrend. Besonders relevant ist derzeit die Unterstützungszone im Bereich zwischen etwa 1,75 und 1,85 Dollar. Aktuell hält sich der Kurs nur knapp darüber.

($XRP Chart – Quelle: Tradingview)
Sollte diese Zone brechen, würde sich das technische Gesamtbild deutlich eintrüben. In diesem Fall könnte XRP relativ zügig in Richtung der psychologisch wichtigen 1 Dollar Marke abrutschen. Gelingt auch dort keine Stabilisierung, wären aus rein charttechnischer Sicht sogar deutlich tiefere Kurse denkbar.
Schnell wird ersichtlich, dass es in diesem Fall sogar bis in den Bereich um 0,50 Dollar bergab gehen könnte, wenn man die technische Analyse für eine Einschätzung heranzieht, da erst in diesem Bereich die nächste große Unterstützungszone liegt. Noch ist dieses Szenario nicht bestätigt, entscheidend wird sein, ob es den Käufern gelingt, die aktuelle Unterstützungsregion zu verteidigen.
Abnehmende Dynamik bei institutionellen Zuflüssen
Neben dem makroökonomischen Druck und dem schwachen Chartbild zeigen sich auch bei den XRP-ETFs erste Schwächesignale. Zwar verzeichneten die börsengehandelten Fonds seit ihrer Einführung überwiegend Zuflüsse, inzwischen schrumpfen die Beträge allerdings spürbar. Schon ein einziger Tag mit moderaten Abflüssen reichte aus, um die positive Gesamtbilanz der letzten Woche deutlich zu trüben.
In der vergangenen Woche wurden netto über 40 Millionen Dollar aus XRP-ETFs abgezogen. Das macht deutlich, wie angespannt die aktuelle Situation ist. Nur wenige negative Handelstage könnten ausreichen, um monatelange Zuflüsse wieder auszugleichen. Sollte sich die politische Unsicherheit zuspitzen, könnte genau das eintreten.
Anleger sollten den Zinsentscheid und die Entwicklungen rund um den möglichen Shutdown der US-Regierung also genau im Auge behalten. Sollte es nicht zu einem Shutdown kommen, ist dafür im Umkehrschluss damit zu rechnen, dass sich der Kurs schnell wieder auf über 2 Dollar erholt.