{"id":202235,"date":"2026-09-07T17:00:00","date_gmt":"2026-09-07T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/liquid-sidechain-btc-abzug\/"},"modified":"2026-09-07T17:00:00","modified_gmt":"2026-09-07T16:00:00","slug":"liquid-sidechain-btc-abzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cryptonews.com\/de\/news\/liquid-sidechain-btc-abzug\/","title":{"rendered":"Liquid stoppt L-BTC-Transfers nach Abzug von 4.000 BTC"},"content":{"rendered":"
Die Bitcoin-Sidechain Liquid hat ihren Betrieb pausiert, nachdem sich als White Hats bezeichnende Akteure rund 4.000 BTC im Wert von etwa 320 Millionen US-Dollar aus der Federation-Wallet abgezogen haben. Unmittelbare Folge: Liquid deaktivierte die Bridge-Nodes, wodurch keine neuen Transaktionen mehr m\u00f6glich waren, w\u00e4hrend B\u00f6rsen die L-BTC-Ein- und Auszahlungen stoppten oder den Stopp vorbereiteten.<\/p>
Laut einer Mitteilung von Liquid auf X wurden die Bridge-Nodes abgeschaltet, um weitere Transaktionen zu unterbinden. B\u00f6rsen erhielten die Anweisung, L-BTC-Ein- und Auszahlungen auszusetzen oder darauf vorbereitet zu sein, dies zu tun.<\/p> Andere auf Liquid ausgegebene Assets – darunter USDT, DePix und Real-World-Assets – waren nach Angaben des Netzwerks nicht betroffen. Der Abzug entsprach rund 95 Prozent des Wallet-Bestands von etwa 4.200 BTC; zum Zeitpunkt der Berichterstattung waren die Mittel weiterhin nicht zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p> Liquid nutzt Bitcoin, das in einer Federation gehalten wird, um die auf der Sidechain ausgegebenen L-BTC zu decken. Solange die Mittel nicht zur\u00fcckkehren, bleibt der Gro\u00dfteil dieses Bestands unter der Kontrolle der Akteure – ein strukturelles Risiko, das \u00e4hnliche Skalierungsans\u00e4tze wie Bitcoin-Layer-2-Projekte<\/a> in ein anderes Licht r\u00fcckt, wenn auch mit jeweils eigener Architektur.<\/p> Die Akteure erkl\u00e4rten in einer Onchain-Nachricht, sie w\u00fcrden den Gro\u00dfteil der Bitcoin zur\u00fcckgeben, sobald die zugrunde liegende Schwachstelle in Elements – der Open-Source-Software hinter Liquid – behoben und der Patch auf jedem Node installiert sei. Blockstream, der Technologieanbieter von Liquid, nahm \u00fcber signierte Onchain-Nachrichten Kontakt zu den Akteuren auf.<\/p> SideSwap erkl\u00e4rte, der Abzug sei \u00fcber seinen Peg-out-Service als regul\u00e4rer Kundenauftrag mit dem sogenannten Peg-out Authorization Key abgewickelt worden. Der Schl\u00fcssel selbst sei nicht kompromittiert worden; die verwendeten L-BTC stammten laut SideSwap aus einem Bug in Elements, nicht aus den eigenen Systemen.<\/p> Blockstream verwies die Akteure zun\u00e4chst an seine Sicherheits-E-Mail-Adresse und sendete anschlie\u00dfend eine PGP-verschl\u00fcsselte Nachricht. Die Akteure fragten daraufhin, ob sie den Gro\u00dfteil der Bitcoin an eine Blockstream-Adresse zur\u00fccksenden k\u00f6nnten, machten die tats\u00e4chliche R\u00fcckgabe jedoch von der Behebung der Schwachstelle und einem netzwerkweiten Patch abh\u00e4ngig.<\/p> Jan3-CEO Samson Mow, ehemaliger Chief Strategy Officer bei Blockstream, stellte auf X eine detaillierte Timeline der \u00f6ffentlich in Bitcoin-Transaktionen eingebetteten Nachrichten zusammen. Ihm zufolge bezog sich eine Antwort von Blockstream lediglich auf die Frage nach einer R\u00fcckgabeadresse – nicht auf die von den Akteuren gestellte Patch-Bedingung. Rund 3.998,5 BTC blieben demnach zuletzt unbewegt, ohne weitere Nachrichten bis in den sp\u00e4ten Abend.<\/p> Durch die deaktivierten Bridge-Nodes bleibt die Sidechain faktisch handlungsunf\u00e4hig, solange keine neuen Transaktionen verarbeitet werden k\u00f6nnen. B\u00f6rsen halten die L-BTC-Ein- und Auszahlungen entsprechend weiter an oder bereiten den Stopp vor, w\u00e4hrend der \u00fcbrige Liquid-Asset-Betrieb laut Netzwerk unbeeintr\u00e4chtigt l\u00e4uft.<\/p> Der belegte n\u00e4chste Schritt ist die Behebung der Elements-Schwachstelle samt Patch-Installation auf allen Nodes – genau die Bedingung, welche die Akteure f\u00fcr eine R\u00fcckgabe genannt haben. Ob die Mittel tats\u00e4chlich zur\u00fcckflie\u00dfen und welche l\u00e4ngerfristigen Folgen der Vorfall f\u00fcr Liquid-Nutzer hat, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Der Fall reiht sich damit in eine Serie aktueller Sicherheitsvorf\u00e4lle im Kryptosektor ein, zu denen zuletzt auch das Datenleck bei Trezor<\/a> z\u00e4hlte.<\/p>
Was hinter dem Abzug steht<\/strong><\/h2><\/span>
Reaktionen und Onchain-Verhandlungen<\/strong><\/h2><\/span>

Folgen f\u00fcr L-BTC und den weiteren Betrieb<\/strong><\/h2><\/span>